Interkulturelle Kommunikation

Klar, wir kommunizieren täglich. Beruflich mit Kollegen, Geschäftspartnern und Kunden.
Privat mit Freunden, dem Ehepartner, den Kindern, Bekannten usw. und in jeder Situation greifen wir auf ein anderes Repertoire zurück. Nur so können wir unser Gegenüber erreichen.

Bei diesem Thema denken wir in der Regel an unser Sprachvermögen und somit die verbale Kommunikation. Wussten Sie, dass die Wirkung Ihrer Botschaft nur zu 7% auf verbaler Kommunikation basiert?
Und warum ist Interkulturalität in diesem Zusammenhang wichtig?
Diese geht nämlich davon aus, dass zwei oder mehr Kulturen aufeinandertreffen, dabei kommt es trotz kultureller Unterschiede zur gegenseitigen Beeinflussung.

Nehmen wir mal an, Ihr Kommunikationspartner gehört einer Ihnen fremden Kultur an.
Dieser Fremde benutzt vertraute Wörter irgendwie anders.
Zum Beispiel sagt er „ja“, meint aber „vielleicht“,
wenn er „vielleicht“ sagt, meint er „nein“,
und wenn er „nein“ sagt, dann ist er vermutlich undiplomatisch.

Wir sagen anscheinend nicht immer das, was wir auch wirklich meinen. Das kann an unserer kulturellen Prägung liegen.

Verbal, aber mit welcher Art und Weise?
In vielen Kulturen werden die wichtigsten Dinge erst zum Schluß einer Konversation kommuniziert!
Es ist also nicht nur das WAS, sondern vor allem das WIE, eine Kunst, die wir erlernen können.

Ein Teil der interkulturellen Persönlichkeitsentwicklung sind die hier vorgestellten Facetten von Kommunikation.

Was ist mit den anderen Arten oder Formen von Kommunikation, müssten wir diese nicht auch perfekt beherrschen?
Meine Antwort lautet: ja, wenn wir gezielt Informationen aufnehmen und verarbeiten wollen, dann müssen wir nicht nur Sprache an sich beherrschen.
Es steckt mehr dahinter, als nur das Gesprochene, wenn man heute adäquat kommunizieren will.

Blickkontakt und körperliche Nähe gehören zur Ebene der non-verbalen Kommunikation.
Hier bei uns in Deutschland ist es Usus, Blickkontakt zu seinem Gegenüber aufzubauen und zu halten. Körperliche Nähe ist bei uns eher Vertrauenssache, die wir mit guten Bekannten, Freunden etc. aufbauen.
In anderen Teilen der Welt werden Frauen in der Regel nicht direkt angesprochen und bei der Begrüßung angefasst, dass wäre respektlos.
Viele Kulturen wahren bei diesen Punkten Distanz und interagieren sehr unterschiedlich.

Gestik, Mimik und Schweigen gehören auch zur non-verbalen Art zu kommunizieren.
Da fallen mir direkt Beispiele ein, die eine ganz andere Bedeutung haben können: Augenbrauen hochziehen bedeuten in Deutschland in der Regel erstaunen, aber sicher kein deutliches „nein“, wie in manchen Gegenden der arabischen Welt.
Die Italiener formen die Hand mit den Fingerkuppen zusammen und bewegen diese auf und ab, dabei drücken sie in etwa ein „was willst du?“ aus. Viele Menschen der arabischen Welt kennen diese Geste ebenfalls, meinen damit aber ein „Langsam! Langsam!“.

Die para-verbale Ebene spielt auch eine spannende Rolle in der Welt der Kommunikation.
Beruflich in Meetings mit Vertretern unterschiedlicher Kulturen ist Ihnen sicher auch schon aufgefallen, dass manche Teilnehmer zu Beginn da sind, andere nicht, erst viel Smalltalk gemacht wird, andere direkt zur Sache kommen und manche telefonieren, Mails schreiben, rausgehen und andere im Raum einen Tagespunkt nach dem anderen abarbeiten.
Die Lautstärke, der Tonfall und das gegenseitige Unterbrechen beim Reden gehören auch zu unserer Persönlichkeit, sozusagen zu unserer mentalen Software und diese wird bei jedem von uns kulturell geprägt.

Fundiertes Wissen über interkulturelle Kommunikation wird Ihre Fähigkeiten verfeinern und Ihnen in der Interaktion mit den unterschiedlichen Gesprächspartnern die „Augen öffnen“. Versprochen!

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